Migrationshintergrund

Der Migrationshintergrund wird in verschiedenen Datenquellen unterschiedlich definiert:

• Bei den Auswertungen aus dem Einwohnermelderegister bekommen alle Personen einen Migrationshintergrund zugeschrieben, die aus dem Ausland zugewandert sind oder deren Eltern in erster Generation zugewandert sind. Hierzu werden die Merkmale Staatsangehörigkeit, Geburtsort, Herkunftsland, Jahr des Zuzugs sowie die Art der deutschen Staatsangehörigkeit (zum Beispiel Eingebürgerte) genutzt. Kindern unter 18 Jahren ohne eigenen Migrationshintergrund wird der Migrationshintergrund der Eltern zugeordnet insofern sie im Haushalt der Eltern wohnen.

• In der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik wird der Migrationshintergrund durch die Merkmale Familiensprache und die Staatsangehörigkeit der Eltern ermittelt.

• Für die Gewichtung nach dem BayKiBiG und das darauf basierende onlinegestützte Abrechnungs- und Auswerteverfahren KiBiG.web wird ein Migrationshintergrund für Kinder, deren Eltern beide nicht-deutschsprachiger Herkunft sind, angenommen. Dabei kommt es nicht auf die Staatsangehörigkeit des Kindes oder seiner Eltern an.

• Bei der Schuleingangsuntersuchung (SEU) wird ein Migrationshintergrund zugeschrieben, sobald ein Elternteil keine deutsche Muttersprache hat.

• In der amtlichen Schulstatistik wird der Migrationshintergrund bei den allgemeinbildenden Schulen (einschl. Wirtschaftsschulen) über die Staatsangehörigkeit, die Verkehrssprache in der Familie und das Geburtsland hergeleitet. Da für die beruflichen Schulen die Familiensprache nicht erfasst wird, setzt sich der Migrationshintergrund dort nur aus den Merkmalen Staatsangehörigkeit und Geburtsland zusammen.

• Im Hochschulkontext wird die Bezeichnung Migrationshintergrund verwendet für Studierende, die in Deutschland zur Schule gegangen sind, aber mindestens ein Elternteil oder sie selbst wurden im Ausland geboren.

Verweise auf zugehörige Kapitel im Bildungsbericht
Mindestsicherungsquote

Die Mindestsicherungsquote betrachtet neben den Personen in Bedarfsgemeinschaften (SGB II) weitere Arten von Transferleistungsbezug, die auf eine prekäre Lebenslage hindeuten und bezieht diese auf die Gesamtbevölkerung. Dazu gehören neben regelleistungsberechtigten Personen in Bedarfsgemeinschaften (SGB II), Empfänger/-innen von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, Empfänger/-innen von Asylbewerberleistungen und Leistungsempfänger/-innen von Hilfen beim Lebensunterhalt.

Verweise auf zugehörige Kapitel im Bildungsbericht
Mobile Sonderpädagogische Dienste (MSD)

Die Mobilen Sonderpädagogischen Dienste (MSD) betreuen und beraten Eltern, Lehrkräfte und inklusiv beschulte Schüler/-innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen und sind für die Diagnostik des konkreten sonderpädagogischen Förderbedarfs und die Koordination der Förderung zuständig. Die MSD werden von den Lehrkräften der Förderschulen geleistet. Diese führen auch Fortbildungen für die Lehrkräfte an Regelschulen durch.

Synonyme:
MSD
Verweise auf zugehörige Kapitel im Bildungsbericht
Mobile Sonderpädagogische Hilfen (MSH)

Für noch nicht schulpflichtige Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die zur Entwicklung ihrer Fähigkeiten, ihrer Gesamtpersönlichkeit und für ein selbständiges Lernen und Handeln auch im Hinblick auf die Schulreife spezielle sonderpädagogische Anleitung und Unterstützung benötigen, können die fachlich zuständigen Förderschulen bei anderweitig nicht gedecktem Bedarf Mobile Sonderpädagogische Hilfen (MSH) in der Familie, in den Kindertageseinrichtungen und im Rahmen der interdisziplinären Frühförderung (zum Beispiel Frühförderstellen) leisten (vgl. BayEUG, Art. 22).

 

MotionComposer

Der MotionComposer ist ein Gerät, das Bewegung zu Klang verwandelt. Gesten, Körperformen und selbst kleinste Bewegungen werden über ein Kamerasystem erfasst und direkt in Musik, Klänge oder Geräusche übersetzt und somit hörbar macht.

Verweise auf zugehörige Kapitel im Bildungsbericht
Multiprofessionelles Arbeiten

Multiprofessionelles Arbeiten im pädagogischen Bereich bezeichnet die Zusammenarbeit von Fachkräften aus unterschiedlichen Berufsgruppen (z. B. Pädagog/-innen, Sonderpädagog/-innen, Sozialarbeiter/-innen, Therapeutinnen, auch externen Fachkräften), um durch vielfältige Perspektiven die Handlungsfähigkeit und Problemlösungskompetenz zu erhöhen und eine ganzheitliche Bildung sowie inklusive Bildung zu ermöglichen (vgl. Gerstenberg, Frauke, Cloos, Peter (2022): Multiprofessionelle Zusammenarbeit in inklusiven Kindertageseinrichtungen. Grenzarbeit und Rankism. In: N. Weimann-Sandig (Hrsg.), Multiprofessionelle Teamarbeit in Sozialen Dienstleistungsberufen, S. 221)

Synonyme:
Multiprofessionelle Teams
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Museen der Stadt Nürnberg

Die städtischen Museen Nürnbergs umfassen das Albrecht-Dürer-Haus, das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, das Haus des Spiels, den Historischer Kunstbunker, das Memorium Nürnberger Prozesse, die Mittelalterlichen Lochgefängnisse, das Museum Industriekultur, dasMuseum Tucherschloss, das Spielzeugmuseum und Stadtmuseum im Fembo-Haus.

Synonyme:
städtischen Museen, städtische Museen
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