13.4 Angebote des Menschenrechtsbüros

Das Menschenrechtsbüro bietet eine breite Palette an Formaten zur Menschenrechtsbildung an, die sich an unterschiedliche Zielgruppen richten und verschiedene inhaltliche Schwerpunkte haben. Ein Großteil dieser Angebote entfällt auf die historisch-politischen Seminare im Memorium Nürnberger Prozesse (in Abbildung H 13.5 ebenfalls aufgeführt). Diese Seminare umfassen Themen wie die strafrechtliche Aufarbeitung der Naziverbrechen und spezielle Programme für Polizei und Bundeswehr. Ein kleinerer Teil der historisch-politischen Bildung findet neben der Interimsausstellung im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände statt.

In Abbildung H 13.4 werden die inhaltlichen Schwerpunkte der Seminare näher aufgeschlüsselt. Zusätzlich zum allgemeinen Menschenrechtsseminar mit Exkursion zur Straße der Menschenrechte wird ein entsprechendes Seminar speziell für Nachwuchskräfte der Stadtverwaltung angeboten, das für die Beschäftigten verpflichtend ist. Im Jahr 2024 nahmen 190 städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter daran teil. Zu den weiteren spezifischen Zielgruppen zählen Pflegepersonal, das mit dem Seminar „Menschenwürde in der Altenpflege“ angesprochen wird, sowie Geflüchtete, an die sich der Workshop „Freiheit und Würde, Werte für alle“ richtet, und auch Jugendliche, die sich in „17 Ziele für eine bessere Welt!“ mit Umwelt- und Klimaschutz auseinandersetzen. Obwohl das letztgenannte Seminar seit der Corona-Pandemie auch digital angeboten wird, wird diese Option inzwischen nicht mehr genutzt.

Besonders groß war das Interesse zuletzt an den Themen Rechtsextremismus und Antisemitismus. Im Jahr 2024 nahmen 231 Personen am Seminar zum NSU-Komplex teil. In Zusammenarbeit mit dem Nürnberger Menschenrechtszentrum wurde ein Seminar zum Thema Antisemitismus neu entwickelt.

Im Antidiskriminierungsworkshop beschäftigten sich 168 Teilnehmende mit der Frage, woran sich Diskriminierung erkennen und wie sich Zivilcourage im Umgang damit entwickeln lässt.