13.3 DoKuPäd

Abbildung H 13.3 zeigt die Entwicklung der Teilnahmezahlen von DoKuPäd („Pädagogik rund um das Dokumentationszentrum“), einer Einrichtung der politischen Bildung beim Kreisjugendring Nürnberg-Stadt. Im Zeitraum von 2015 bis 2019 schwankten die Gesamtbesuchszahlen zwischen 5 215 und rund 6 364. Von 2019 auf 2020 gingen die Zahlen jedoch um mehr als zwei Drittel (68,7 %) zurück. Ab 2022 erreicht DoKuPäd jedoch wieder Besuchszahlen, die an diejenigen vor dem Einbruch heranreichen.

Die Entwicklung von Online-Workshops zu den Themen Rechtsextremismus und Verschwörungserzählungen trug mit 990 Teilnahmen im Jahr 2021 zu einer Stabilisierung des Veranstaltungsbetriebs bei. Nach dem Wegfall der Infektionsschutzmaßnahmen verloren digitale Angebote jedoch an Bedeutung und werden kaum noch nachgefragt.426

Die klassische Betreuung der Ausstellung im Dokumentationszentrum hat mit der Zeit an Relevanz verloren, auch weil die Dauerausstellung nicht mehr verfügbar ist und seit 2021 nur eine vergleichsweise kleine Interimsausstellung zur Verfügung steht. Auch die Anzahl der Studientage ist rückläufig, während die Teilnahmezahlen bei Workshops und Rundgängen im Freien zunehmen. Die Rundgänge befassen sich mit der Straße der Kinderrechte, der Straße der Menschenrechte und dem Reichsparteitagsgelände. Die Workshops decken ein breites Spektrum an Themen ab, darunter Fake News und Gruppendruck. Sie sind im Gegensatz zu den Studientagen nicht an die Dauerausstellung im Dokumentationszentrum gebunden. 

  • 426 Vgl.: www.bildungsblog.nuernberg.de/2024/11/26/politische-bildung-in-nuernberg-im-fokus-dokupaed-und-laut, letzter Zugriff: 28.7.2025.