
| Module | Bausteine | 2022/23 (Teilnehmende gesamt: 127) | 2023/24 (Teilnehmende gesamt: 219) | 2024/25 (Teilnehmende gesamt: 175) |
|---|---|---|---|---|
| Talente entdecken | I Potentialanalyse | 15 | 61 | 51 |
| II Erkennen der beruflichen Interessen | 24 | 17 | 20 | |
| III Berufsorientierungspraxis | 66 | 58 | 75 | |
| IV Softskills Basis | 18 | 52 | 37 | |
| Talente aufbauen | V Berufsfeldpraxis | 19 | 0 | 12 |
| VI Softskills Aufbau | 0 | 62 | - | |
| VII IT- und Medienkompetenz | 0 | 12 | - |
<figcaption>Daten zu Tabelle E 5.3: Berufsorientierungsmodule an den fünf Nürnberger Sonderpädagogischen Förderzentren Schuljahre 2022/23 bis 2024/25 </figcaption>
Regierung von Mittelfranken.
Der Baustein „Softskills Basis“ wird im Schuljahr 2024/25 dem Modul „Talente aufbauen“ zugeordnet.
Junge Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen haben grundsätzlich Zugang zu allgemeinen wie spezifischen Unterstützungsmaßnahmen. Dieser ist allerdings maßgeblich von der besuchten Schulform (Förderzentrum oder Regelschule, insbesondere Mittelschule) abhängig.
An den Angeboten des Berufsorientierungsprogramms BOP (E 5.2) nehmen in getrennten Gruppen auch Schülerinnen und Schüler aus Förderzentren teil. Aus Schülerinnen und Schülern von Förderschulen und Regelschulen zusammengesetzte gemischte Gruppen haben sich nach Aussage der Träger aus organisatorischen und pädagogischen Gründen nicht bewährt.
Die Berufseinstiegsbegleitungen (E 5.1) betreuen auch Förderschülerinnen und Förderschüler, hier stehen allerdings lediglich 18 Plätze zur Verfügung. 2023/24 wurde die Maßnahme vom Bildungsträger Transfer durchgeführt.
Darüber hinaus können sonderpädagogische Förderzentren bzw. Förderzentren mit dem Förderschwerpunkt Lernen über die Regierung von Mittelfranken 7 förderschulspezifische Berufsorientierungsmodule (BOM) nach § 48 SGB III beantragen.
Im Schuljahr 2024/25 nahmen insgesamt 175 Schülerinnen und Schüler aus den 5 Nürnberger sonderpädagogischen Förderzentren an mindestens einem der Module teil (Abb. E 5.3). Die Reduzierung der verfügbaren Module auf 5 schlägt sich 2024/25 in einer geringeren Teilnahmezahl nieder (-44).
Schülerinnen und Schüler aus Förderschulen bzw. Förderzentren mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung sind Zielgruppe der Gesamtmaßnahme „Übergang Förderschule–Beruf“, die vom Integrationsfachdienst (IfD) in Kooperation mit der Access gGmbH angeboten wird. In Rahmen dieser beruflichen Orientierungsmaßnahme werden pro Jahrgang maximal 25 Schülerinnen und Schüler aus der Merianschule, der Jakob-Muth-Schule und der (privaten) Karl-König-Schule der 11. Jahrgangstufe der Berufsschulstufe intensiv bei der Berufsorientierung begleitet.
Die zweite mögliche Phase der Gesamtmaßnahme „Übergang Förderschule–Beruf“ ist die „unterstützte Beschäftigung im Übergang Schule–Beruf“. Hier werden die Teilnehmenden (12 Personen im Schuljahr 24/25) in betreuten Langzeitpraktika qualifiziert. Sie werden im Durchschnitt zu mehr als der Hälfte in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis vermittelt und dort weiter unterstützt. Damit entsteht inklusive Beschäftigung anstelle des sonst regelhaften Übergangs in eine Werkstatt für Menschen mit Behinderungen.
Die Maßnahme „Berufsorientierende Einstiegsbegleitung inklusiv (BoEI)“, ebenfalls vom Fachdienst IfD und der Access gGmbH durchgeführt, wird von der Agentur für Arbeit und dem Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales finanziert. Inhaltlich ähnlich zur Berufseinstiegsbegleitung (vgl. E 5.1) ist diese Begleitung Schülerinnen und Schülern aller Schularten zugänglich, wenn ein „besonderer Unterstützungsbedarf wegen einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder Behinderung“ vorliegt.
Im Schuljahr 2024/25 waren 11 von 13 Plätzen besetzt. Die Maßnahme wird im Schuljahr 2025/26 mit 10 Teilnehmendenplätzen fortgesetzt.